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Der Mars verliert viel schneller als gedacht

Der Mars verliert viel schneller als gedacht. Dies liegt auch daran, dass ein auf der Erde existierender Mechanismus nicht funktioniert, wie ein internationales Forscherteam zeigt.

Früher gab es auf dem Mars flüssiges Wasser – wie hat der Planet Wasser verloren?Das Forscherteam stellt sich das Entweichen von Gas so vor: Die Sonne erwärmt die Eisvorkommen an den Mars-Polen, Wasserdampf steigt in die Atmosphäre auf. Die Wassermoleküle werden von Winden immer weiter nach oben getragen, wo es immer kälter wird. Auf der Erde würden sie dann kondensieren, es würden Wolken entstehen. Auf dem Mars geschieht diese Kondensation offenbar meistens nicht, weshalb die Sättigung der Atmosphäre mit Wasserdampf an einigen Stellen sehr hoch ist. Die UV-Strahlung der Sonne zerlegt die Wassermoleküle in Wasserstoff und Sauerstoff - was dann ins Weltall verschwindet.
Ein internationales Forscherteam untersucht das Phänomen mit dem “Trace Gas Orbiter” (TGO)
Interessante Entdeckung:

Auch die Jahreszeiten auf dem Mars spielen eine Rolle
Mars ist ein trockener, kalter und unwirtlicher Planet.

In der Vergangenheit war dies anders: Ausgetrocknete Seen und Flussbetten weisen darauf hin, dass sich auf dem Mars einst flüssiges Wasser befand.

NASA-Wissenschaftler stellten vor einigen Jahren fest, dass es auf dem Mars vor 4,3 Milliarden Jahren genügend Wasser geben musste, um den gesamten Planeten mit einer 137 Meter tiefen See zu bedecken.
Mars ist ein trockener, kalter und unwirtlicher Planet.

In der Vergangenheit war dies anders: Ausgetrocknete Seen und Flussbetten weisen darauf hin, dass sich auf dem Mars einst flüssiges Wasser befand.

NASA-Wissenschaftler stellten vor einigen Jahren fest, dass es auf dem Mars vor 4,3 Milliarden Jahren genügend Wasser geben musste, um den gesamten Planeten mit einer 137 Meter tiefen See zu bedecken.
Aber wohin ging das Wasser?

Es gibt immer noch gefrorenes Wasser auf der Oberfläche des Mars – besonders an den Polen des Planeten. Es sollen jedoch nur etwa zehn Prozent des Wassers sein, das einst auf dem Mars verfügbar war.

Der Mars verliert sein Wasser in den Weltraum

Bisher wurde angenommen, dass der Mars sein Wasser weitgehend an den Weltraum verliert.

Die UV-Strahlung der Sonne zerlegt das Wasser in seine Einzelteile – Sauerstoff und Wasserstoff – und sie verschwinden einfach im Weltraum.

Die Schwerkraft des Mars ist nicht in der Lage, ihn auf dem Planeten zu halten.Forscher aus Frankreich, Großbritannien, Russland und Australien haben das Phänomen nun genauer untersucht.

Dazu verwendeten sie Daten des Marsorbiters “Trace Gas Orbiter” (TGO) der europäischen Raumfahrtagentur Esa und haben ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift “Science” veröffentlicht.

Die Forscher untersuchten vor allem die Verteilung des Wassers in der Marsatmosphäre in den Jahren 2018 und 2019.

Mars: Wasserdampf kondensiert nicht in der Atmosphäre

Sie erkannten, dass der saisonbedingte Klimawandel einen Schlüsselfaktor für die Verteilung des Wasserdampfs in der Marsatmosphäre darstellt.

Während der wärmsten und stürmischsten Zeit auf dem Mars gab es in einer Höhe von mehr als 80 Kilometern zehn- bis hundertmal mehr Wasserdampf, als es die Temperaturen zulassen sollten.

Diese außergewöhnlich hohe Sättigung könne an keinem anderen Himmelskörper im Sonnensystem beobachtet werden, sagte der Mitautor der Studie, der Planetenforscher Franck Montmessin, gegenüber space.com.

Die Forscher hatten tatsächlich angenommen, dass die kalten Temperaturen in der Atmosphäre den Wasserdampf stoppen würden – ähnlich wie auf der Erde. “Es hätte sich zu Wolken verdichten sollen”, sagte Montmessin.

Hat der Mars schneller Wasser verloren als gedacht?

Das Fazit der Forscher: Wenn Wasserdampf in der Marsatmosphäre so hoch aufsteigen kann, ohne zu kondensieren, “könnten wir uns vorstellen, dass das Entweichen von Wasser vom Mars weitaus effektiver war als bisher angenommen”, fügte Montmessin hinzu.

Die Forscher hatten tatsächlich angenommen, dass es mehrere Jahrzehnte dauern würde, bis das Wasser so hoch in die Atmosphäre aufsteigt und in seine Bestandteile zerlegt wird.

“In Wirklichkeit dauert dieser Mechanismus viel kürzer: ein paar Tage bis ein paar Wochen”, zitiert “Business-Insider” Montmessin.

Mars hat noch viele ungelöste Rätsel für Forscher

Das könnte erklären, wie der Planet Mars der trockene Planet wurde, den wir heute kennen. Mars hat immer noch viele offene Rätsel, die Forscher lösen möchten. Deshalb beginnen 2020 vier Missionen zum Mars * Forscher wollen unter anderem wissen, woher Sauerstoff auf dem Mars kommt – und wo er verschwindet. Die Forscher wollen auch herausfinden, warum das Magnetfeld des Mars pulsiert *.

Die Frage nach dem Leben auf dem roten Planeten ist immer noch unbeantwortet. Ein Forscher behauptet, die NASA habe 1976 auf dem Mars Leben gefunden *.

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